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Arcor

Das Telekommunikationsunternehmen Arcor war das Ergebnis einer legendär gewordenen Übernahme des deutschen Mobilfunkgeschäftes durch die britische Vodafone Group.

1997 entstand die Mannesmann Arcor aus der Communications Network International (CNI) und der mit der Deutschen Bahn verzahnten DBKom. Die Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes 1998 nutzte das Unternehmen, um mit einem Call-by-Call-Service eine günstige Alternative zu den etablierten Diensten anzubieten. Bald folgte ein Internetzugang für Jedermann und die Schaltung der ersten ISDN-Kunden. Das aufstrebende Unternehmen übernahm 1999 das Festnetzgeschäft von o.tel.o und den Online-Dienst germany.net, welches in Arcor-Online umbenannt wurde. Der Start einer DSL-Flatrate von zunächst 128 kbit pro Stunde war neu in Deutschland, ebenso wie die Installation einer Sprach- und Surfflatrate.

Mit der angedeuteten Übernahme der Mannesmann durch Vodafone nannte sich das Unternehmen nur noch Arcor. Es startete einen Video-on-Demand-Service, bei dem es dem Kunden ermöglicht wurde, sich einen Film in einer Online-Videothek auszuwählen und am PC zu betrachten.

Nachdem Arcor seine Dienste zunächst über die Infrastruktur der Deutschen Telekom anbot, investierte es bald hohe Summen in die Verlegung eigener Netze. Die Dichte der Netze erlaubte es dem Unternehmen, seine Angebotspalette um Sprachtelefonie, Breitband-Internet und Digital-TV zu erweitern und vorhandene Angebote zu verbessern. Kurz darauf erfolgte die Installation des DSL-Anschlusses Arcor-DSL 1500, der eine Übertragungsgeschwindigkeit von 1,5 Megabit pro Sekunde leisten konnte. Unter dem Schlagworte "Operation Preis" startete Arcor eine Angebotsoffensive, bei dem die Kunden die Möglichkeit hatten, zwischen einem Startpaket mit ISDN-Anschluss und DSL mit 1000 Megabit Freivolumen im Monat, oder einer DSL-Flatrate zu wählen. In den folgenden Jahren baute Arcor sein Angebot immer weiter aus und ermöglichte 2005 bereits Surfgeschwindigkeiten von 6 Megabit pro Sekunde, ein Jahr darauf Multimedia-Zugänge mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 16 Megabit pro Sekunde.

Mit seinen attraktiven und modernen Angeboten konnte Arcor bundesweit mit den Spitzenreitern auf dem Gebiet der DSL-Technologie mithalten und war in gewissen Bereichen sogar marktführend. Vodafone stieg erst 2006 mit dem Versuch einer Etablierung eigener Angebote in den DSL-Markt ein, kam aber nicht an den Erfolg von Arcor heran. Daher kam es 2008 zur Übernahme von Arcor durch Vodafone und seit 2009 wurden die Arcor-Produkte komplett in die Vodafone Produktpalette integriert. Im gleichen Jahr wurde der Name in Vodafone AG geändert, welche mit der Vodafone D2 GmbH fusioniert hatte.

Arcor war hinter der Telekom der zweitgrößte deutsche Festnetzanbieter und auf dem Gebiet des DSL-Angebots lag Arcor auf Platz drei. Es erreichte damit einen Marktanteil von fast 14%.

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